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Software

Handwerkersoftware für österreichische Betriebe: Auswahl und Vergleich

Ein praxisnaher Entscheidungsweg für Angebote, Baustellendokumentation, Zeiterfassung und Abrechnung – mit den wichtigsten österreichischen Schnittstellen.

Datenstand 17. Aug. 202610 geprüfte Datenpunkte aus4 PrimärquellenRedaktionWSK
Erstellt 27.07.2026 · Überarbeitet 30.07.2026 · WSK
  1. 30.07.2026 · WSK
  2. 27.07.2026 · WSK

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Bauleiter mit digitalem Arbeitsgerät zur Einsatz- und Auftragsplanung vor Ort
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Dieser Artikel vergleicht 3 Optionen.

Wenn Sie die harten Kriterien nebeneinander sehen wollen, führt die Vergleichstabelle schneller zum Ziel als der Fließtext.

Kassen- und Betriebssoftware im Vergleich

Handwerkersoftware soll nicht möglichst viele Funktionen sammeln. Sie soll die Übergaben zwischen Büro, Baustelle und Buchhaltung vereinfachen. Für österreichische Betriebe kommen zusätzlich lokale Anforderungen hinzu: etwa ÖNORM-Datenaustausch, RKSV bei Barumsätzen sowie Schnittstellen zu BMD, RZL, ELDA oder FinanzOnline.

Die Kurzempfehlung

Kleine und mobile Teams starten meist am besten mit einer Cloud-Lösung für Angebot, Zeiterfassung, Dokumentation und Rechnung. Größere Betriebe mit komplexer Kalkulation oder eigener IT prüfen modulare ERP- beziehungsweise Hybrid-Systeme. Entscheidend ist ein Test mit einem echten Auftrag.

Welche Aufgabe soll die Software zuerst lösen?

Beginnen Sie nicht beim Anbieter, sondern beim teuersten Medienbruch. Typische Ausgangspunkte sind:

  • Angebote dauern zu lange oder verwenden veraltete Preise.
  • Fotos, Notizen und Leistungsnachweise erreichen das Büro verspätet.
  • Arbeitszeiten werden mehrfach übertragen.
  • Teil- und Schlussrechnungen lassen sich nur mühsam aus dem Auftrag ableiten.
  • Buchhaltung oder Steuerberatung müssen Daten manuell nacherfassen.

Formulieren Sie daraus drei bis fünf Muss-Prozesse. Eine lange Wunschliste erschwert die Auswahl, ohne den Alltag automatisch zu verbessern.

Cloud, Hybrid oder lokale Installation?

ModellPasst häufig zuStärkenPrüfpunkte
Cloud / SaaSEPU, kleine Teams, mobile BetriebeSchneller Start, automatische Updates, Zugriff von Baustelle und BüroLaufende Kosten, Datenexport, Offline-Fähigkeit, Serverstandort
HybridWachsende Betriebe mit SpezialmodulenMobile Arbeit plus tiefe Kalkulation und BranchenmoduleIntegrationsaufwand, Partnerabhängigkeit, Updateprozess
On-PremiseGrößere Betriebe mit eigener IT oder SonderprozessenHohe Kontrolle und starke IndividualisierungServer, Wartung, Fernzugriff, Investitions- und Migrationskosten
Redaktionelle Zusammenstellung. Diese Angaben liegen außerhalb der geprüften Datenschicht — maßgeblich ist die jeweilige Primärquelle.

Cloud-Angebote wie HERO, plancraft, ToolTime oder Das Programm richten sich vor allem an mobile Teams und standardisierte Abläufe. Systeme wie MOS’aik, TAIFUN, KWP, ABK oder vergleichbare Branchen-ERP-Lösungen kommen eher infrage, wenn Kalkulation, Leistungsverzeichnisse, Lager, Geräte und Nachkalkulation tiefer zusammenspielen müssen. Die Produktnamen sind ein Startpunkt für eine Shortlist, keine pauschale Rangliste.

Konkrete Lösungen im Vergleich

Am Markt existieren zwei grundlegend unterschiedliche Lager: schlanke Cloud-Handwerkersoftware aus dem DACH-Raum, die den Weg vom Angebot bis zur Rechnung mobil abbildet, sowie tiefe Branchen-ERP-Systeme, die Kalkulation, Lager und österreichische Rechtskonformität von Haus aus mitbringen. Die folgende Übersicht ordnet reale Lösungen ein, die österreichische Betriebe regelmäßig auf ihre Shortlist setzen. Sie ersetzt keinen eigenen Test, sondern hilft bei der Vorauswahl.

LösungTyp / ModellHerkunft & ZielgruppeÖsterreich-BezugPreisorientierung
TAIFUN HandwerkBranchen-ERP, On-Premise/Hybrid, modularDE-Anbieter mit AT-Standort (Wiener Neustadt); kleine bis mittlere BetriebeRKSV-konforme Kassa (Barverkauf), ÖNORM, BMD- und DATEV-Schnittstelleauf Anfrage
pdsHandwerks-ERP, Cloud/On-PremiseDE-Anbieter mit eigener AT-Seite; mittlere bis große BetriebeDirekte BMD-Übergabe an die Steuerberatung, durchgängige AT-Prozesseauf Anfrage
MOS'aik (Moser)Modulares ERP, On-PremiseDE-Anbieter (seit 1979); SHK, Elektro, mittlere BetriebeDATEV; ÖNORM- und BMD-Eignung im Einzelfall prüfenauf Anfrage
STREITBranchen-ERP, HybridDE-Anbieter; SHK, Elektro, Dach, mit Baustellen- und EinsatzplanungDATEV; RKSV und BMD projektbezogen prüfenauf Anfrage
plancraftCloud / SaaSDE-Anbieter (Hamburg); EPU und kleine TeamsDATEV-Export; RKSV-Kassa und BMD gesondert prüfenab ca. 48 €/Monat
HEROCloud / SaaSDE-Anbieter; kleine bis mittlere Betriebe, starke Baustellen-AppDATEV-Export; RKSV-Kassa und BMD gesondert prüfenab ca. 14 €/Monat
ToolTimeCloud / SaaSDE-Anbieter (Berlin); kleine Betriebe, alle Funktionen inklusiveDATEV-Export; RKSV-Kassa und BMD gesondert prüfenab ca. 29 €/Monat
everbill / FreeFinanceCloud-AbrechnungsschichtAT-Anbieter; EPU und KMU als Ergänzung zur HandwerkersoftwareRKSV nativ, FinanzOnline-Export, BMD/RZL-Anbindungab ca. 9–15 €/Monat
Redaktionelle Zusammenstellung. Diese Angaben liegen außerhalb der geprüften Datenschicht — maßgeblich ist die jeweilige Primärquelle.

Warum die österreichische Rechtsschicht oft fehlt

Viele schlanke Cloud-Lösungen aus Deutschland überzeugen bei Angebot, App und Zeiterfassung, bieten aber keine native RKSV-Registrierkasse und keine BMD-Schnittstelle, sondern nur einen DATEV-Export. Für Betriebe mit Barumsätzen oder einer BMD-nutzenden Steuerberatung ist das ein K.-o.-Kriterium. In der Praxis kombinieren solche Betriebe die mobile Handwerkersoftware dann mit einer österreichischen Abrechnungs- oder Kassenlösung (etwa everbill, FreeFinance oder einer separaten RKSV-Kassa) – oder sie greifen gleich zu einem AT-nahen Branchen-ERP wie TAIFUN oder pds.

Funktionsmatrix im Detail

LösungAngebot/RechnungAufmaß/KalkulationZeiterfassungEinsatzplanungMobile AppRKSV-KassaBMD/DATEVLager
TAIFUNJaJaoptionaloptionalJaJa (Barverkauf)BMD + DATEVJa
pdsJaJaJaJaJaüber ModulBMD direktJa
MOS'aikJaJaModulModulJaüber PartnerDATEVJa
STREITJaJaJaJaJaüber ModulDATEVJa
plancraftJateilweiseJaJaJaneinDATEV-Exporteingeschränkt
HEROJaJa (Aufmaß)JaJaJaneinDATEV-Exporteingeschränkt
ToolTimeJateilweiseJaJaJaneinDATEV-Exporteingeschränkt
everbill / FreeFinanceJaneinteilweiseneinJaJa (nativ)BMD/RZL + FinanzOnlinenein
Redaktionelle Zusammenstellung. Diese Angaben liegen außerhalb der geprüften Datenschicht — maßgeblich ist die jeweilige Primärquelle.

Die Matrix zeigt Tendenzen, keine Zertifizierungen. Funktionsumfang, Modulzuschnitt und Schnittstellen ändern sich laufend; verifizieren Sie jedes für Sie kritische Merkmal direkt beim Anbieter und im Test mit echten Daten.

Österreich-nahe und ERP-Lösungen

TAIFUN Handwerk stammt von einem deutschen Anbieter mit eigenem österreichischen Standort in Wiener Neustadt und ist explizit auf die hiesigen Anforderungen ausgelegt: Das Modul TAIFUN Barverkauf erfüllt die Vorgaben der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV), und über die integrierten Schnittstellen – darunter DATANORM, Open Masterdata, IDS, OCI und ÖNORM – lassen sich Großhandelsdaten, Leistungsverzeichnisse und die Buchhaltung anbinden. Seit 2022 besteht zudem eine DATEV-Partnerschaft. TAIFUN eignet sich für Betriebe, die Angebot, Kalkulation, Lager, Zeiterfassung und Kassa in einem durchgängigen System führen wollen.

pds positioniert sich als komplettes Handwerks-ERP, das Angebote, Aufträge, Warenwirtschaft, Personal und Finanzbuchhaltung abdeckt und Ein- sowie Ausgangsrechnungen über geprüfte Schnittstellen und BMD direkt an die Steuerberatung übergibt. Das System richtet sich eher an mittlere bis größere Betriebe mit tieferem Prozessbedarf. MOS’aik des Herstellers Moser (am Markt seit 1979) ist ebenfalls modular aufgebaut und in SHK- und Elektrobetrieben verbreitet; Kern sind Kunden- und Projektverwaltung, die sich um Kalkulations-, Lager- und Servicemodule erweitern lassen. STREIT ist eine Branchen-ERP-Lösung für Gewerke wie SHK, Elektro und Dach und punktet mit einem integrierten Baustellen- und Einsatzplaner sowie Apps für iOS, Android und Windows. Für alle vier ERP-Systeme gilt: Preise werden individuell kalkuliert und sind nur auf Anfrage erhältlich.

Cloud-Handwerkersoftware aus dem DACH-Raum

plancraft ist eine cloudbasierte Lösung aus Hamburg für EPU und kleine Teams. Sie deckt Projektorganisation, Kalkulation, Aufgaben, Angebot und Rechnung ab; die App für iOS und Android erfasst Zeiten auch offline und synchronisiert sie später. Ein DATEV-Export für die Steuerberatung ist vorhanden. HERO richtet sich an kleine bis mittlere Handwerksbetriebe und ist vor allem für seine ausgereifte Baustellen-App bekannt: Aufmaße, Zeiten und Fotos werden direkt vor Ort und ohne Büroumweg dem Auftrag zugeordnet. ToolTime aus Berlin bildet den Auftragsprozess vom Eingang bis zur Rechnung ab und verzichtet bewusst auf Zusatzmodul-Aufpreise – der volle Funktionsumfang ist in jedem Tarif enthalten. Alle drei bieten Exporte zu DATEV, sevdesk oder lexoffice; eine native RKSV-Kassa oder eine echte BMD-Schnittstelle gehören jedoch in der Regel nicht zum Standard und sollten vor der Auswahl gezielt hinterfragt werden.

Die österreichische Abrechnungsschicht

Für die reine Rechnungs- und Kassenkonformität greifen viele Betriebe zusätzlich zu einem AT-spezifischen Werkzeug. everbill und FreeFinance sind österreichische Lösungen mit RKSV-Zertifizierung, FinanzOnline-Export und BMD/RZL-Anbindung; sie kosten je nach Paket rund 9 bis 15 Euro pro Monat. Sie ersetzen keine vollwertige Handwerkersoftware mit Aufmaß und Einsatzplanung, schließen aber genau jene Rechtslücke, die deutschen Cloud-Systemen häufig fehlt. Wer eine RKSV-taugliche Registrierkasse benötigt, prüft ergänzend dedizierte Kassensysteme.

Fünf Muss-Kriterien für Österreich

1. Buchhaltung ohne Doppelarbeit

Klären Sie mit der Steuerberatung, welches Übergabeformat tatsächlich benötigt wird. Ein DATEV-Export allein deckt österreichische Abläufe nicht immer ab. Je nach Kanzlei und Prozess können BMD, RZL, strukturierte Belegexporte oder eine direkte Schnittstelle relevant sein.

2. ÖNORM und Leistungsverzeichnisse

Im Bau- und Baunebengewerbe ist der strukturierte Austausch von Ausschreibungs-, Angebots- und Abrechnungsdaten wichtig. Fragen Sie konkret nach unterstützten Formaten wie ONLV und ONRE und testen Sie den Import einer realen Datei. Eine ÖNORM-Angabe auf der Produktseite sagt noch nichts über die Qualität des praktischen Workflows aus.

3. RKSV und Belegerstellung

Nimmt der Betrieb Barzahlungen an, muss geklärt werden, ob eine Registrierkassenlösung notwendig ist und wie sie eingebunden wird. Prüfen Sie Signatur, Belege, Ausfallsicherheit und Datenexport gemeinsam mit Steuerberatung und Kassenanbieter. Die Anforderungen hängen vom konkreten Zahlungsprozess ab.

4. Mobile Arbeit und Offline-Fall

Die App sollte Fotos, Zeiten, Material, Unterschriften und Berichte direkt dem Auftrag zuordnen. Testen Sie außerdem, was auf Baustellen mit schwacher Verbindung funktioniert und wie Konflikte nach der Synchronisation gelöst werden.

5. Datenhoheit und Wechselmöglichkeit

Verlangen Sie vor Vertragsabschluss einen vollständigen Beispielexport: Kunden, Artikel, Dokumente, Bilder, Zeiten und Buchungsdaten. Prüfen Sie Aufbewahrung, Rollen, Protokollierung, Löschkonzept und den Serverstandort im Rahmen Ihrer Datenschutzprüfung.

Keine Auswahl nur nach Monatsgebühr

Rechnen Sie Einrichtung, Datenbereinigung, Schulung, Schnittstellen, mobile Geräte und den Produktivitätsverlust während der Umstellung mit. Die günstigste Lizenz kann über mehrere Jahre die teuerste Lösung sein.

Welche Lösung passt zu welchem Betriebstyp?

BetriebstypPrioritätTypische ShortlistIm Test besonders prüfen
EPU und kleines ServiceteamSchnell von Termin zu RechnungMobile Cloud-HandwerkersoftwareApp, Vorlagen, Zeiterfassung, Export zur Kanzlei
Bau- und BaunebengewerbeKalkulation und LeistungsverzeichnisseAVA- oder Branchenlösung mit ÖNORMONLV/ONRE, Aufmaß, Teilrechnung, Nachkalkulation
Betrieb mit Lager und EinkaufDurchgängiger MaterialflussModulares Handwerks-ERPArtikelstamm, DATANORM, Bestellungen, Lager, Margen
Betrieb ab etwa 20 MitarbeitendenRollen und ProzesssteuerungERP- oder Hybrid-SystemRechte, Freigaben, Ressourcen, Schulung, Schnittstellen
Redaktionelle Zusammenstellung. Diese Angaben liegen außerhalb der geprüften Datenschicht — maßgeblich ist die jeweilige Primärquelle.

Shortlist statt Marktüberblick

Eine belastbare Shortlist enthält höchstens drei Systeme. Fordern Sie von jedem Anbieter dasselbe Testszenario:

  1. Kundenanfrage erfassen und Termin planen.
  2. Angebot aus eigenen Kalkulationsbausteinen erstellen.
  3. Auftrag mobil dokumentieren und Zeiten buchen.
  4. Zusatzleistung freigeben und nachvollziehbar ergänzen.
  5. Teil- oder Schlussrechnung erzeugen.
  6. Daten an Buchhaltung oder Steuerberatung übergeben.

Bewerten Sie jeden Schritt nach Zeitbedarf, Fehleranfälligkeit und Verständlichkeit. Mitarbeitende aus Büro und Ausführung sollten beide am Test teilnehmen.

Einführung in vier Etappen

  1. Prozesse und Daten bereinigen

    Vorlagen, Kunden- und Artikelstämme sowie Verantwortlichkeiten festlegen. Schlechte Altdaten nicht ungeprüft migrieren.

  2. Pilotauftrag durchführen

    Ein überschaubares, echtes Projekt vom Erstkontakt bis zur Buchhaltungsübergabe vollständig abbilden.

  3. Team schulen

    Kurze rollenspezifische Übungen für Büro, Bauleitung und Monteure durchführen und Rückfragen sammeln.

  4. Stufenweise ausrollen

    Neue Aufträge im System starten, Kennzahlen beobachten und alte Werkzeuge erst nach erfolgreicher Kontrolle ablösen.

Sinnvolle Kennzahlen sind die Zeit vom Leistungsende bis zur Rechnung, der Anteil vollständig dokumentierter Aufträge, Korrekturen je Rechnung und manuelle Nacharbeiten in der Buchhaltung. So wird sichtbar, ob die Software tatsächlich Wirkung erzeugt.

Fazit

Für die meisten Handwerksbetriebe ist eine kleine, gut integrierte Lösung wertvoller als ein überladenes System. Die richtige Reihenfolge lautet: Engpass bestimmen, österreichische Muss-Kriterien prüfen, drei Anbieter mit demselben Auftrag testen und erst danach migrieren. Preise, Förderungen und rechtliche Anforderungen sollten vor Vertragsabschluss aktuell beim Anbieter beziehungsweise bei den zuständigen Stellen verifiziert werden. Achten Sie außerdem darauf, dass Auszahlungen und Zahlungsläufe auf ein passendes Geschäftskonto laufen, und prüfen Sie bei größeren Fuhrparks ergänzend eine Transportmanagement-Software.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Handwerkersoftware ist die beste?

Das hängt von Gewerk, Teamgröße und Prozess ab. Kleine mobile Teams benötigen häufig Angebot, Zeiterfassung, Dokumentation und Rechnung; größere Betriebe zusätzlich Kalkulation, Lager, Ressourcen und Nachkalkulation.

Muss Handwerkersoftware ÖNORM unterstützen?

Wenn der Betrieb mit österreichischen Leistungsverzeichnissen und Ausschreibungen arbeitet, ist eine praxistaugliche ÖNORM-Schnittstelle ein wichtiges Muss-Kriterium. Testen Sie reale Dateien.

Reicht ein DATEV-Export für österreichische Betriebe?

Nicht immer. Stimmen Sie das benötigte Format mit Ihrer Steuerberatung ab und prüfen Sie je nach Prozess BMD, RZL oder andere strukturierte Exporte.

Wie lange sollte ein Pilot dauern?

Der Pilot sollte mindestens einen echten Auftrag vom Erstkontakt bis zur Abrechnung abdecken. Entscheidend ist die vollständige Prozesskette, nicht eine bestimmte Anzahl von Tagen.

Welche Handwerkersoftware ist speziell auf Österreich ausgelegt?

Anbieter mit ausgeprägtem Österreich-Bezug sind etwa TAIFUN Handwerk (mit AT-Standort, RKSV-konformer Kassa und ÖNORM-Schnittstellen) und pds (mit direkter BMD-Übergabe). Für die reine Abrechnungs- und Kassenkonformität kommen zusätzlich österreichische Werkzeuge wie everbill oder FreeFinance infrage.

Haben Cloud-Lösungen wie plancraft, HERO oder ToolTime eine RKSV-Kassa?

In der Regel nicht als natives Standardmerkmal. Diese Systeme sind stark bei Angebot, mobiler App und Zeiterfassung und bieten meist einen DATEV-Export, aber keine österreichische RKSV-Registrierkasse und selten eine echte BMD-Schnittstelle. Betriebe mit Barumsätzen kombinieren sie oft mit einer separaten AT-Kassen- oder Abrechnungslösung. Prüfen Sie diesen Punkt vor dem Vertragsabschluss.

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