Geschäftskonto Österreich: Filialbank oder Neobank?
Was ein Geschäftskonto wirklich kostet — Grundgebühr, Buchungspreise und Umsatzprovision zusammengerechnet, für EPU, GmbH und international tätige Betriebe.
- s Geschäftskonto · Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG · abgerufen 2026-08-17
- Qonto Preise & Tarife für Österreich · Qonto · abgerufen 2026-08-17
- Firmenkonto und Firmenkreditkarten · UniCredit Bank Austria AG · abgerufen 2026-08-17
- Raiffeisen Business Banking Konditionen · Raiffeisen Bankengruppe · abgerufen 2026-08-17
- Finom Tarife & Konditionen · Finom Payments B.V. · abgerufen 2026-08-17
- Preisaushänge und Entgeltinformationen der genannten Institute, Redaktionsrecherche Juli 2026
Erstellt 21.07.2026 · Überarbeitet 09.09.2026 · WSK
- 09.09.2026 · WSK
- 21.07.2026 · WSK
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Geschäftskonten Österreich im VergleichDie Grundgebühr ist der am schlechtesten geeignete Vergleichsmaßstab für ein Geschäftskonto. Was ein Konto tatsächlich kostet, entscheidet sich an drei Stellen, die im Preisaushang weiter hinten stehen: dem Preis je Buchungszeile, der Umsatzprovision und den Gebühren für Bargeld und Fremdwährung.
Die Entscheidung in drei Sätzen
Wer wenige Buchungen und kaum Bargeld hat, fährt mit einer Neobank am günstigsten — sofern die fehlende AT-IBAN kein Problem darstellt. Wer regelmäßig Tageslosungen einzahlt, braucht ein Filialkonto, notfalls als zweites Konto neben einem digitalen Hauptkonto. Wer viel Umsatz bei dünner Marge bewegt, muss vor allem die Umsatzprovision prüfen: Sie kostet oft mehr als die Grundgebühr.
Die geprüften Konten im Überblick
| Option | Grundgebühr / Monat | Inkludierte Buchungen | AT-IBAN | Buchhaltungs-Export |
|---|---|---|---|---|
| Erste Bank George Business | € 13,60 | 50 | ja | BMD NTCS, RZL, DVO, DATEV AT |
| Qonto Business Banking | € 19 | 100 | nein | nicht ausgewiesen |
| UniCredit Bank Austria Erfolgskonto Business | € 14,50 | 50 | ja | nicht ausgewiesen |
| Raiffeisen Infinity Business Banking | € 15 | nicht ausgewiesen | ja | nicht ausgewiesen |
| Finom Business Konto | € 0 | 50 | nein | nicht ausgewiesen |
Diese fünf Konten liegen in der Datenschicht dieser Website: Jede Zahl trägt Quelle und Prüfdatum, und jede Änderung schlägt gleichzeitig auf Vergleichsseite, Detailseite und Artikel durch. Der weitere Markt wird in diesem Artikel beschrieben, ist aber nicht Teil dieser geprüften Basis — dort gelten die Angaben der Preisaushänge zum Zeitpunkt der Recherche.
Die drei Kostenblöcke, die zählen
Wer zusätzlich eine Karte braucht, sollte beide Entscheidungen zusammen treffen — der Vergleich der Firmenkreditkarten steht daneben.
Umsatzprovision: die teuerste Zeile im Preisblatt
Ein Spezifikum des österreichischen Bankenmarkts ist die Umsatzprovision, in vielen Preisblättern als Manipulationsentgelt geführt. Das Institut vergleicht die Summe aller Haben-Buchungen mit der Summe aller Soll-Buchungen einer Abrechnungsperiode und berechnet auf den höheren der beiden Werte — die „größere Umsatzseite” — einen Prozentsatz.
Betriebswirtschaftlich ist diese Gebühr durch nichts gedeckt: Die elektronische Verarbeitung einer Zehn-Euro-Überweisung kostet die Bank genauso viel wie die einer Überweisung über hunderttausend Euro. Für margenschwache, umsatzstarke Betriebe — Handel, Dropshipping, Spedition, Bau — ist sie trotzdem der größte Kostenblock.
Die Sätze unterscheiden sich je Institut und Modell erheblich, sie werden teils monatlich, teils quartalsweise abgerechnet und sind oft an eine Mindestgebühr gekoppelt. Neobanken kennen diese Gebührenform gar nicht.
| Institut / Modell | Abrechnung | Umsatzprovision | Freibetrag | Elektronische Buchung |
|---|---|---|---|---|
| Erste Bank — s Gründer Konto | quartalsweise | 0,040 % | — | 0,49 € |
| Erste Bank — Kommerz Start | quartalsweise | 0,040 % über dem Freibetrag | 50.000 € je Quartal | 0,49 € |
| BAWAG P.S.K. — Business Box Dynamic | monatlich | ab dem Freibetrag | 5.000 € je Monat | 20 inklusive, dann 0,45 € / 0,30 € / 0,15 € gestaffelt |
| Raiffeisen (je Landesbank) | quartalsweise | 0,012 bis 0,045 % | je Modell | stark streuend |
| Neobanken | — | keine | — | je Tarif, siehe Tabelle unten |
Rechenbeispiel
Ein Handelsbetrieb mit 80.000 Euro Monatsumsatz zahlt bei 0,030 Prozent Umsatzprovision 24 Euro im Monat — zusätzlich zur Grundgebühr und zu den Buchungskosten. Über ein Jahr sind das rund 290 Euro, die in keinem Konditionenvergleich auftauchen, der nur die Kontoführung nebeneinanderstellt.
Einzelverrechnung gegen Pauschale
Der Markt teilt sich in zwei Abrechnungslogiken. Bei der Einzelverrechnung ist die Grundgebühr niedrig, dafür wird jede Buchungszeile separat bepreist — mit Staffeln, die erst bei hohem Volumen günstiger werden. Bei der Pauschale ist die Grundgebühr höher, dafür sind alle elektronischen Buchungen abgedeckt oder ein großzügiges Kontingent inkludiert.
Die praktische Konsequenz: Ein Konto ohne Grundgebühr, aber mit 50 Cent je Transaktion, kostet einen E-Commerce-Betrieb mit tausend Buchungen im Monat 500 Euro. Ein Pauschalkonto für 39 Euro wäre in derselben Lage um mehr als 5.000 Euro im Jahr günstiger. Umgekehrt zahlt eine Beraterin mit fünfzehn Buchungen im Monat bei der Pauschale für Kapazität, die sie nie nutzt.
Zählen Sie deshalb vor jedem Vergleich die Buchungszeilen eines typischen Monats aus dem letzten Kontoauszug — Eingänge und Ausgänge zusammen.
Zinsen: aus totem Kapital wird ein Posten
Guthaben auf Geschäftskonten traditioneller Institute werden meist mit null Prozent verzinst, unabhängig vom Zinsniveau. Die Sollzinsen für Kontoüberziehungen liegen gleichzeitig hoch, oft im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich, zuzüglich Überziehungsprovision.
Digitale Anbieter brechen dieses Verhältnis auf: Revolut Business gibt Zugang zu Geldmarktfonds und verzinst EUR-Einlagen, N26 verzinst in den Premium-Modellen, Vivid Money wirbt mit Zinsen auf Guthabenkonten. Wer dauerhaft sechsstellige operative Liquidität auf einem unverzinsten Konto hält, verzichtet auf einen vierstelligen Jahresbetrag.
Die Filialbanken im Detail
Erste Bank und Sparkassen
Die Erste Bank staffelt ihr Portfolio scharf nach Unternehmensphase und Rechtsform, gestützt auf die „George”-Plattform.
Das s Gründer Konto gibt im ersten Jahr die Hälfte Rabatt; ab dem zweiten Jahr steigt die Grundgebühr deutlich, und es greifen Umsatzprovision und Buchungspreis aus der Tabelle oben. Das Lockangebot des ersten Jahres wird im zweiten amortisiert — rechnen Sie mit den Konditionen ab Jahr zwei.
Das EPU Smart ist eines der wenigen echten Pauschalkonten im traditionellen Sektor: Alle elektronischen Buchungen, Kontoauszüge und die Debitkarte sind abgedeckt. EPU Plus ergänzt eine Business-Kreditkarte. Für Freiberuflerinnen und Freiberufler mit vielen Buchungen ist das die kalkulierbarste Variante mit AT-IBAN.
Kommerz Start und Kommerz Plus richten sich an GmbHs. Kommerz Start deckt Umsätze bis zum Quartalsfreibetrag ab; darüber greift die Umsatzprovision auf den übersteigenden Teil, dazu der Buchungspreis je Zeile — beides in der Tabelle oben.
BAWAG P.S.K.
Die Business Box Starter ist zwölf Monate ab Gründung kostenfrei und konvertiert danach in die Business Box Dynamic. Deren Grundgebühr inkludiert ein kleines Transaktionskontingent und einen Umsatzfreibetrag; darüber wird gestaffelt abgerechnet, und parallel greift das Manipulationsentgelt. Die Staffel steht in der Tabelle oben. Die Debitkarte wird separat verrechnet.
Das Modell wirkt beim Einstieg günstig und wird mit dem Wachstum des Betriebs teuer — genau in der Phase, in der ein Wechsel aufwendig wird.
Bank Austria
Das Konto4Business zielt auf Ein-Personen-Unternehmen und Freiberufler bis drei Millionen Euro Jahresumsatz. Die Grundgebühr ist niedrig, die Struktur konsequent auf Einzelverrechnung ausgelegt: Jeder elektronische Umsatz wird bepreist, die Debitkarte kostet extra, und das Online-Banking ist nur im ersten Jahr kostenfrei.
Beim Firmengiro-Konto für größere KMU wird die Kontoführung vollständig als Provision von der größeren Umsatzseite verrechnet, gebunden an eine Mindestgebühr. Für Betriebe mit hohem Gelddurchlauf und dünner Marge ist dieses Modell ohne ausgehandelte Sonderkonditionen unwirtschaftlich.
Raiffeisen Bankengruppe
Die genossenschaftliche Struktur macht eine pauschale Aussage unmöglich: Konditionen unterscheiden sich je Landesbank und teils je Filiale. Aus den regionalen Aushängen lässt sich ablesen, dass quartalsweise abgerechnet wird und die Umsatzprovision je nach Modell in der in der Tabelle oben genannten Bandbreite liegt; die Buchungskosten streuen stark. Auffällig sind die Pauschalen für die Einzahlung von Tageslosungen.
Für Sie heißt das vor allem eines: Bei Raiffeisen ist Verhandeln vorgesehen. Wer mit einem Konkurrenzangebot ins Gespräch geht, bekommt in der Regel andere Konditionen als im Aushang stehen.
bank99
Die bank99 positioniert das geschäftskonto99 im Niedrigpreissegment mit AT-IBAN und kostenloser Debitkarte. Der eigentliche Vorteil ist das Filialnetz der Österreichischen Post: Bareinzahlungen sind flächendeckend möglich, am Automaten deutlich günstiger als am Schalter. Als Zweitkonto für die Bargeldabwicklung neben einem digitalen Hauptkonto ist das eine praktikable Konstruktion.
Die Neobanken im Detail
Qonto
Qonto bedient das gesamte Spektrum vom Einzelunternehmen bis zur GmbH und staffelt die Tarife nach inkludierten SEPA-Überweisungen und Teamfunktionen. Der Vorteil liegt in der Integration: automatisierte Belegerfassung, Budgets für Teammitglieder, Schnittstellen zur Steuerberatungssoftware, Sammelüberweisungen. Der Nachteil für Österreich: Qonto vergibt deutsche, französische, italienische und spanische IBANs, keine österreichische.
Revolut Business
Das stärkste Werkzeug für international tätige Betriebe. Die Tarife staffeln nach Freivolumen für den Währungsumtausch zum Interbankenkurs sowie nach der Zahl kostenfreier SWIFT-Überweisungen.
Der eigentliche Hebel liegt im Wechselkurs: Filialbanken schlagen auf den Interbankenkurs einen Aufschlag auf, der im Preisaushang nicht als Gebühr erscheint und deshalb in keinem Konditionenvergleich auftaucht. Vergleichen Sie den tatsächlich gebuchten Kurs Ihrer letzten Fremdwährungsüberweisung mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am selben Tag — die Differenz ist Ihr echter Preis.
N26 Business
N26 beschränkt das Geschäftskonto strikt auf Ein-Personen-Unternehmen und Freiberufler; Kapitalgesellschaften sind ausgeschlossen. Das Standardkonto ist kostenfrei mit unbegrenzten SEPA-Transaktionen und Cashback auf Kartenzahlungen. Die kostenpflichtigen Stufen ergänzen Unterkonten, die sich gut für Steuerrücklagen eignen.
Wise Business
Wise verzichtet auf eine laufende Grundgebühr und verlangt stattdessen eine einmalige Einrichtungsgebühr. Der strategische Vorteil sind lokale Kontonummern in den USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland: Ein österreichischer Betrieb kann gegenüber Kunden dort wie ein lokales Unternehmen auftreten, was Zahlungseingänge beschleunigt und meist kostenlos macht.
Holvi, Finom und Vivid Money
Holvi bietet ein kostenfreies Einstiegskonto mit finnischer IBAN, bepreist SEPA-Überweisungen einzeln und punktet mit integrierter Rechnungserstellung samt Peppol-Anbindung für E-Rechnungen. Achten Sie auf die Inaktivitätsgebühr bei längerer Nichtnutzung.
Finom deckt vom kostenfreien Solo-Modell bis zu Team- und GmbH-Tarifen ab und legt den Schwerpunkt auf Rechnungslegung und Buchhaltungsvorbereitung. Vivid Money differenziert sich über Zinsen auf Einlagen.
| Anbieter | Grundgebühr / Monat | Inkludierte SEPA | Zulässige Rechtsformen | IBAN | Kennzeichen |
|---|---|---|---|---|---|
| Qonto (Basic / Smart) | 9,00 € / 19,00 € | 30 / 60 | Alle, inkl. GmbH und FlexCo | DE, FR, IT, ES | Buchhaltungs-Schnittstellen, Team-Budgets |
| Revolut (Basic / Grow) | 10,00 € / 30,00 € | 100 lokale | Alle, inkl. GmbH | LT / CH | Über 25 Währungen zum Interbankenkurs |
| N26 (Standard / Smart) | 0,00 € / 4,90 € | unbegrenzt | Nur EPU und Freiberufler | DE | Cashback auf Kartenzahlungen |
| Wise Business | einmalig 45,00 € | Pay-per-Use | Alle | BE, US, GB, AU | Lokale Kontonummern weltweit |
| Holvi (Flex / Pro) | 0,00 € / ab 18,00 € | 0 (0,25 € je Transaktion) | Alle | FI | Rechnungserstellung mit Peppol |
| Finom (Solo / Start) | 0,00 € / 14,00 € | 0 / 50 | Alle | DE / NL | Cashback, schnelle Online-Eröffnung |
Zwei Fallstricke, die im Preisvergleich nicht auftauchen
Ein dritter liegt vor der Kontoeröffnung: Welche Unterlagen die Bank verlangt, hängt an der Rechtsform — bei einer Kapitalgesellschaft kommt der Firmenbuchauszug dazu.
Bargeld
Für filiallose Anbieter bleibt Bargeld der strukturelle blinde Fleck. N26 bietet Einzahlungen über Partner im Einzelhandel gegen eine prozentuale Gebühr; bei Revolut sind Bareinzahlungen praktisch nicht vorgesehen. Einem Einzelhandels- oder Gastronomiebetrieb lässt sich deshalb keine Neobank als alleiniges Hauptkonto empfehlen, so überlegen die digitalen Werkzeuge auch sein mögen.
Die praktikable Lösung ist ein Hybrid: ein günstiges Filialkonto ausschließlich für die Bargeldabwicklung, daneben ein digitales Konto für Zahlungsverkehr und Buchhaltung.
IBAN-Diskriminierung
Die SEPA-Verordnung verbietet die Benachteiligung europäischer IBANs. In der Praxis stolpern Telekommunikationsanbieter, einzelne Behördenschnittstellen, Energieversorger und gelegentlich auch Sozialversicherungsträger trotzdem über ausländische IBANs — die deutsche von Qonto oder N26, die litauische von Revolut, die finnische von Holvi.
Unter den hier beschriebenen Anbietern vergeben nur die österreichischen Institute — Erste Bank, BAWAG, Bank Austria, Raiffeisen, easybank und bank99 — eine AT-IBAN. Wenn Ihre Abläufe stark von Behörden- und Versorgerlastschriften geprägt sind, ist das ein hartes Kriterium und keine Geschmacksfrage.
Was den Ausschlag gibt
Ein Punkt, der in keinem Preisblatt steht: die Einlagensicherung. Sie gilt je Institut, nicht je Konto.
Die Reihenfolge der Prüfung ist wichtiger als die Auswahl selbst:
- Rechtsform prüfen. Die attraktivsten Gratiskonten sind laut Geschäftsbedingungen auf Solo-Gründerinnen und -Gründer beschränkt. Für eine GmbH fallen sie weg, bevor der Preis überhaupt zählt.
- Buchungszeilen zählen. Aus dem letzten Kontoauszug, Eingänge und Ausgänge zusammen. Diese Zahl entscheidet zwischen Einzelverrechnung und Pauschale.
- Monatsumsatz einsetzen. Nur so wird die Umsatzprovision sichtbar, die im traditionellen Sektor häufig teurer ist als die Kontoführung.
- Bargeldbedarf klären. Regelmäßige Tageslosungen schließen die reinen Neobanken als Hauptkonto aus.
- Fremdwährungsanteil abschätzen. Ab regelmäßigen Nicht-Euro-Zahlungen dominieren die Wechselkursaufschläge alle anderen Kostenpositionen.
- AT-IBAN entscheiden. Zuletzt, aber gegebenenfalls als Ausschlusskriterium.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich als Einzelunternehmen überhaupt ein Geschäftskonto?
Gesetzlich verpflichtend ist es für Einzelunternehmen nicht — anders als für Kapitalgesellschaften, die ein eigenes Konto auf die Gesellschaft benötigen. Praktisch ist die Trennung von privaten und betrieblichen Bewegungen aber die Voraussetzung für eine prüfungsfeste Buchhaltung. Viele Banken untersagen die geschäftliche Nutzung eines Privatkontos zudem in ihren Geschäftsbedingungen.
Was ist die Umsatzprovision und warum steht sie nicht in der Werbung?
Die Umsatzprovision, teils Manipulationsentgelt genannt, ist ein Prozentsatz auf die größere Umsatzseite eines Abrechnungszeitraums. Sie erscheint nicht in der beworbenen Grundgebühr, weil sie umsatzabhängig ist — und wird gerade bei umsatzstarken Betrieben mit dünner Marge zum größten Kostenblock. Neobanken kennen diese Gebührenform nicht.
Kann eine GmbH ein Konto bei einer Neobank führen?
Bei Qonto, Revolut, Wise, Holvi und Finom ja. N26 beschränkt sein Geschäftskonto auf Ein-Personen-Unternehmen und Freiberufler. Für die Gründung selbst ist zusätzlich entscheidend, ob der Anbieter eine Bestätigung über die Einzahlung des Stammkapitals ausstellt — das können nicht alle.
Muss ich eine österreichische IBAN haben?
Rechtlich nein: Die SEPA-Verordnung verbietet die Benachteiligung europäischer IBANs. In der Praxis treten bei einzelnen Versorgern, Behördenschnittstellen und Lastschriftverfahren dennoch Reibungen auf. Wenn Ihr Zahlungsverkehr stark davon geprägt ist, wählen Sie ein Institut mit AT-IBAN.
Lohnt sich ein zweites Konto?
Häufig ja. Ein günstiges Filialkonto für Bargeld und Behördenlastschriften, daneben ein digitales Konto für Zahlungsverkehr, Karten und Buchhaltung — diese Kombination kostet meist weniger als ein einzelnes Konto, das beides abdecken soll, und deckt beide Anforderungen besser ab.
Wie oft sollte ich die Konditionen prüfen?
Einmal jährlich, und immer dann, wenn sich das Transaktionsvolumen deutlich verändert. Lockangebote laufen typischerweise nach zwölf Monaten aus, und die Staffeln für Buchungskosten wirken sich erst bei höherem Volumen aus. Preisänderungen müssen Ihnen die Institute mitteilen — im Alltag geht diese Mitteilung leicht unter.
Im Detail nachschlagen
Alle in diesem Artikel verwendeten Daten mit Quelle, Konditionen und Prüfdatum.
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