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Vergleich · 5 geprüfte Einträge

Geschäftskonten Österreich im Vergleich

Ein Geschäftskonto wird über die Gesamtkosten entschieden, nicht über die Grundgebühr allein. Entscheidend sind die inkludierten Buchungen, die Verfügbarkeit einer österreichischen IBAN und die Frage, ob Ihre Steuerberatung die Exportformate direkt einlesen kann.

Datenstand 17. Aug. 202632 geprüfte Datenpunkte aus5 PrimärquellenRedaktionWSK

Wonach hier entschieden wird

Ein Geschäftskonto wird über die Buchungszahl entschieden, nicht über die Grundgebühr. Ein Konto mit niedriger Pauschale und knappem Kontingent kann bei zweihundert Buchungen im Monat teurer sein als eines mit höherer Pauschale und großzügigem Rahmen. Zählen Sie Ihre Buchungen eines Durchschnittsmonats, bevor Sie vergleichen — auch Lastschriften und Kartenzahlungen zählen mit.

Zwei Kriterien tauchen in keinem Preisvergleich auf und entscheiden trotzdem. Erstens die österreichische IBAN: Bei Lastschriftverfahren mit heimischen Partnern und bei manchen Förderabwicklungen ist sie weiterhin von Vorteil. Zweitens das Exportformat für die Buchhaltung — fragen Sie Ihre Steuerberatung vorher, welches sie einliest. Fehlt es, tippt jemand die Buchungen monatlich ab.

Für Kapitalgesellschaften kommt ein zeitkritischer Punkt dazu: Die Bestätigung über die Einzahlung des Stammkapitals braucht das Firmenbuchgericht, und nicht jede Bank stellt sie gleich schnell aus. Klären Sie das vor der Kontoeröffnung, nicht danach.

Geschäftskonten Österreich im Vergleich
OptionGrundgebühr / MonatInkludierte BuchungenAT-IBANBuchhaltungs-Export
Finom Business Konto€ 050neinnicht ausgewiesen
Erste Bank George Business€ 13,6050jaBMD NTCS, RZL, DVO, DATEV AT
UniCredit Bank Austria Erfolgskonto Business€ 14,5050janicht ausgewiesen
Raiffeisen Infinity Business Banking€ 15nicht ausgewiesenjanicht ausgewiesen
Qonto Business Banking€ 19100neinnicht ausgewiesen
Datenstand: 17. August 2026 (älteste Angabe in dieser Tabelle)Quellen:Finom Payments B.V.Erste Bank der österreichischen Sparkassen AGUniCredit Bank Austria AGRaiffeisen BankengruppeQonto

Wer wählt was

  • Einzelunternehmen mit wenigen BuchungenGrundgebühr und inkludierte Buchungen genügen als Entscheidungsgrundlage. Ein Neobankkonto ist meist günstiger; prüfen Sie nur, ob die IBAN österreichisch ist.
  • Handels- oder Handwerksbetrieb mit TagesgeschäftHier zählt der Preis je Buchung über dem Kontingent, dazu Bargeldeinzahlung und Kartenumsätze. Rechnen Sie mit der realen Buchungszahl, nicht mit dem Tarifnamen.
  • GmbH oder FlexCo mit TeamMehrere Karten, Zeichnungsberechtigungen und ein sauberer Buchhaltungsexport wiegen schwerer als die Grundgebühr. Die Stammkapitalbestätigung ist bei der Gründung der Engpass.

Einschätzung der Redaktion

Bewertet nach Eignung für den österreichischen Markt. Der Score ist kein Qualitätsurteil über den Anbieter, sondern eine Einordnung für den typischen Anwendungsfall.

Stammkapital-Einzahlungsbestätigung für das Firmenbuchgericht innerhalb von 24h digital ausgestellt.

Kosten:Ab 19 € / Monat inkl. Mastercard & Team-Zugängen

Wann es nicht passt: Keine Filial-Bargeldeinzahlung in Österreich.

Höchste Steuerberater-Kompatibilität in Österreich durch native BMD- & RZL-Profile sowie flächendeckendes Filialnetz.

Kosten:Ab 13,60 € / Monat inkl. Debitkarte

Wann es nicht passt: Etwas höhere Gebühren als reine Online-Neobanken bei vielen Transaktionen.

Dichtestes Betreuungsnetz in allen österreichischen Bundesländern und Gemeinden.

Kosten:Ab ca. 12 € – 18 € / Monat je nach Bundesland-RLB

Wann es nicht passt: Konditionen variieren je nach Bundesland-Genossenschaft.

Worauf es bei der Entscheidung ankommt

  • Rechnen Sie mit der tatsächlichen Buchungszahl, nicht mit der Grundgebühr.
  • Prüfen Sie vor Vertragsabschluss, ob Ihre Steuerberatung das Exportformat einliest.
  • Eine österreichische IBAN ist bei Lastschriftverfahren mit heimischen Partnern weiterhin von Vorteil.
  • Für Kapitalgesellschaften ist die Stammkapital-Einzahlungsbestätigung der zeitkritische Punkt.

Datenstand dieser Übersicht: 17. August 2026 — das ist die älteste Angabe im Vergleich, nicht das Datum der letzten Textänderung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich als Einzelunternehmer zwingend ein separates Geschäftskonto eröffnen?

Rechtlich verlangt das Gesetz bei Einzelunternehmen keine strikte Trennung, viele Banken untersagen in ihren Geschäftsbedingungen jedoch die geschäftliche Nutzung privater Girokonten. Für eine saubere Buchhaltung, die Trennung privater und betrieblicher Zahlungsströme sowie im Fall einer Betriebsprüfung durch das Finanzamt ist ein eigenes Geschäftskonto dringend zu empfehlen.

Welche Rolle spielt eine österreichische IBAN im Vergleich zu europäischen Neobanken?

Eine österreichische IBAN vermeidet Reibungsverluste bei Lastschriften heimischer Partner, Behörden und mancher Förderstellen, auch wenn IBAN-Diskriminierung EU-weit untersagt ist. Zudem verlangen manche österreichische Förderprogramme oder Gerichte bei Stammkapital-Einzahlungen Bestätigungen inländischer Kreditinstitute.

Welche Schnittstellen zur Buchhaltung und Steuerberatung sind entscheidend?

Entscheidend ist, ob das Konto automatisierte Exporte im CAMT- oder MT940-Format anbietet oder sich direkt an gängige Buchhaltungsprogramme und Kanzleisoftware anbinden lässt. Fehlen passende Schnittstellen, müssen Kontoauszüge manuell übertragen oder nachbearbeitet werden, was zusätzliche Steuerberatungskosten verursacht.

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