Die Rechtsformwahl ist keine Steuerfrage allein. Sie entscheidet über vier Dinge zugleich: Haftung, laufende Fixkosten, Aufwand der Buchhaltung und die Möglichkeit, später Kapital oder Mitarbeitende zu beteiligen. Wer nur auf den Steuersatz schaut, übersieht die drei anderen.
Der wichtigste Unterschied ist die Haftung. Beim Einzelunternehmen haften Sie mit dem Privatvermögen, bei Kapitalgesellschaften grundsätzlich nur mit dem Gesellschaftsvermögen — mit Ausnahmen bei Geschäftsführerpflichten. Diese Grenze ist der Grund, warum sich die höheren Fixkosten einer GmbH ab einer gewissen Risikoexposition rechnen.
Die Fixkosten sind der Gegenwert: Mindestkörperschaftsteuer auch im Verlustjahr, doppelte Buchführung, Jahresabschluss, Firmenbuchgebühren. Eine Kapitalgesellschaft kostet Geld, bevor sie etwas verdient. Rechnen Sie diese Basis über drei Jahre, bevor Sie sich entscheiden — der Gründungskostenrechner tut genau das.
Wer Mitarbeitende beteiligen oder Investoren aufnehmen will, sollte die FlexCo prüfen: Sie teilt Kapital und Haftungsbeschränkung mit der GmbH, erlaubt aber stimmrechtslose Anteile und deren Übertragung ohne Notariatsakt.