Bei Vertriebs- und Marketingsoftware ist der Funktionsumfang selten das Problem — die meisten Systeme können mehr, als ein kleiner Betrieb nutzt. Die Auswahl entscheidet sich an drei anderen Fragen: Wo werden die Daten verarbeitet, gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und wie bekommen Sie Ihren Bestand wieder heraus?
Der Serverstandort bestimmt, wie aufwendig die Rechtsgrundlage wird. Verarbeitung innerhalb der EU ist der einfache Fall; außerhalb braucht es zusätzliche Garantien. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist dabei kein Verhandlungspunkt, sondern Voraussetzung — ohne ihn darf ein System keine Kundendaten verarbeiten.
Der Preis täuscht, weil fast alle Anbieter je Nutzer abrechnen. Der Einstiegspreis sagt nur, ab wann gezählt wird. Rechnen Sie mit der Nutzerzahl in zwei Jahren und prüfen Sie, welche Funktionen erst in der nächsthöheren Stufe enthalten sind — die Grenze verläuft oft genau dort, wo es interessant wird.
Und klären Sie vor dem Vertrag, in welchem Format Sie Ihre Kontakthistorie zurückbekommen. Sie ist die wertvollste Datenbasis im Haus; ein Export als PDF ist keine Datenübernahme.