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Vergleich · 4 geprüfte Einträge

CRM- und Marketing-Systeme im Vergleich

Bei Vertriebs- und Marketingsoftware entscheidet selten der Funktionsumfang, sondern die Datenverarbeitung: Wo stehen die Server, gibt es einen Auftragsverarbeitervertrag, und lässt sich der Bestand bei einem Wechsel wieder herausholen? Der Einstiegspreis sagt darüber nichts — er sagt nur, ab wann gezählt wird.

Datenstand 10. Sep. 202635 geprüfte Datenpunkte aus4 PrimärquellenRedaktionWSK

Wonach hier entschieden wird

Bei Vertriebs- und Marketingsoftware ist der Funktionsumfang selten das Problem — die meisten Systeme können mehr, als ein kleiner Betrieb nutzt. Die Auswahl entscheidet sich an drei anderen Fragen: Wo werden die Daten verarbeitet, gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und wie bekommen Sie Ihren Bestand wieder heraus?

Der Serverstandort bestimmt, wie aufwendig die Rechtsgrundlage wird. Verarbeitung innerhalb der EU ist der einfache Fall; außerhalb braucht es zusätzliche Garantien. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist dabei kein Verhandlungspunkt, sondern Voraussetzung — ohne ihn darf ein System keine Kundendaten verarbeiten.

Der Preis täuscht, weil fast alle Anbieter je Nutzer abrechnen. Der Einstiegspreis sagt nur, ab wann gezählt wird. Rechnen Sie mit der Nutzerzahl in zwei Jahren und prüfen Sie, welche Funktionen erst in der nächsthöheren Stufe enthalten sind — die Grenze verläuft oft genau dort, wo es interessant wird.

Und klären Sie vor dem Vertrag, in welchem Format Sie Ihre Kontakthistorie zurückbekommen. Sie ist die wertvollste Datenbasis im Haus; ein Export als PDF ist keine Datenübernahme.

CRM- und Marketing-Systeme im Vergleich
OptionEinstiegspreis / MonatAbrechnungServerstandortAV-VertragSupport auf Deutsch
HubSpot CRM & Sales Hub€ 0kostenlose Basisversion, kostenpflichtige StufenEU-Rechenzentren wählbar (Frankfurt), Konzernsitz USAjaja
Brevo (ehem. Sendinblue)€ 0nach VolumenEU (Deutschland / Frankreich)jaja
Pipedrive B2B Sales CRM€ 14je NutzerEU (Frankfurt), Konzernsitz Estland/USAjaja
LinkedIn Sales Navigator (B2B Lead Generation)€ 79nicht ausgewiesenKonzernsitz USA, Verarbeitung nach Standardvertragsklauselnjanein
Datenstand: 10. September 2026 (älteste Angabe in dieser Tabelle)Quellen:HubSpot Inc.Brevo SASPipedrive Inc.LinkedIn Corporation

Wer wählt was

  • Solo oder kleines TeamEin System mit kostenfreier Einstiegsstufe genügt oft für Jahre. Wichtiger als Funktionen ist, dass die Daten später mitwandern können.
  • Vertrieb mit mehreren PersonenHier zahlt sich eine saubere Pipeline-Abbildung aus. Rechnen Sie den Preis je Nutzer über die geplante Teamgröße.
  • Betrieb mit E-Mail-MarketingDer Einwilligungsnachweis mit Zeitstempel ist das entscheidende Merkmal. Ohne ihn nützt die Einwilligung im Streitfall nichts.

Einschätzung der Redaktion

Bewertet nach Eignung für den österreichischen Markt. Der Score ist kein Qualitätsurteil über den Anbieter, sondern eine Einordnung für den typischen Anwendungsfall.

Reine EU-Server, vollständige DSGVO-Konformität und Abrechnung nach E-Mail-Volumen statt nach Kontaktanzahl.

Kosten:Kostenlos bis 300 Mails/Tag | Starter ab 19 € / Monat

Wann es nicht passt: Reine B2B-Telefon-Vertriebspipelines erfordern separates CRM.

Kostenlose Basisversion mit DSGVO-Double-Opt-In-Unterstützung für österreichische Unternehmen und nahtloser Skalierung.

Kosten:Kostenlos (Free Tier) | Starter ab 15 € – 20 € / Monat

Wann es nicht passt: Enterprise-Tarife bei hohem Kontaktvolumen sehr kostenintensiv.

Höchste Datenqualität für österreichische Geschäftsführer-, Einkäufer- und IT-Entscheider-Profile.

Kosten:Ab ca. 79 € / Monat

Wann es nicht passt: Für reine B2C-Endkundenmärkte ungeeignet.

Worauf es bei der Entscheidung ankommt

  • Der Serverstandort entscheidet, wie aufwendig die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung wird.
  • Ohne Auftragsverarbeitervertrag darf ein System keine Kundendaten verarbeiten — das ist kein Verhandlungspunkt.
  • Rechnen Sie mit der Nutzerzahl in zwei Jahren, nicht mit der heutigen. Fast alle Anbieter rechnen je Nutzer ab.
  • Klären Sie vor dem Vertrag, in welchem Format Sie Ihre Kontakthistorie zurückbekommen.

Datenstand dieser Übersicht: 10. September 2026 — das ist die älteste Angabe im Vergleich, nicht das Datum der letzten Textänderung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ab welcher Unternehmensgröße ist ein dediziertes CRM-System unverzichtbar?

Ein CRM lohnt sich, sobald Kundenbeziehungen, Angebote und Vertriebschancen von mehr als einer Person betreut werden oder die Historie von Kundenanfragen in Tabellenkalkulationen unübersichtlich wird. Es verhindert Informationsverlust und standardisiert den Vertriebsprozess.

Welche Datenschutzanforderungen (DSGVO) gelten bei der Nutzung von Cloud-CRM-Lösungen?

Beim Speichern von Kundendaten in Cloud-Systemen muss ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach der DSGVO abgeschlossen werden. Liegen Server außerhalb der EU oder des EWR, müssen angemessene Garantien wie Standardvertragsklauseln oder Angemessenheitsbeschlüsse vorliegen.

Worauf kommt es bei der Integration in bestehende Unternehmenssoftware an?

Zentral ist die Synchronisation mit dem E-Mail-Programm, dem Kalender sowie die Schnittstelle zu ERP- oder Fakturierungssystemen. Nur wenn Kundendaten, offene Angebote und Rechnungen nahtlos ineinandergreifen, entsteht ein echter Effizienzgewinn ohne doppelte Datenpflege.

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